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Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS)

Nicht-invasive Neuromodulation mit schwachem Gleichstrom

 tDCS
Aktuell im Aufbau
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Neuronale Netzwerke modulieren. Funktionen unterstützen. Rehabilitation ergänzen.

tDCS – gezielte nicht-invasive Neuromodulation

Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist ein wissenschaftlich untersuchtes Verfahren der nicht-invasiven Neuromodulation.

Dabei wird über Elektroden auf der Kopfhaut ein schwacher Gleichstrom auf ausgewählte Bereiche des Gehirns appliziert.

Ziel ist es, die Erregbarkeit und Aktivität neuronaler Netzwerke vorübergehend zu modulieren und damit neuroplastische Prozesse zu unterstützen.

Die tDCS erzeugt dabei keine direkten Nervenimpulse, sondern beeinflusst die Reaktionsbereitschaft der beteiligten neuronalen Netzwerke.

Wann kann tDCS sinnvoll sein?

tDCS wird in unterschiedlichen neurologischen und neurorehabilitativen Fragestellungen wissenschaftlich untersucht.

Nach individueller ärztlicher Prüfung kann eine ergänzende Anwendung insbesondere in Betracht gezogen werden bei:

  • neurologischer Rehabilitation, insbesondere nach Schlaganfall

  • motorischen Funktionsstörungen im Rahmen der Neurorehabilitation

  • ausgewählten Sprach- und Aufmerksamkeitsstörungen nach neurologischen Erkrankungen

  • chronischen Schmerzsyndromen

  • Migräne

  • Fatigue und mentaler Erschöpfung

  • Brain Fog sowie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen

Auch bei Post-/Long-COVID und anderen mit Fatigue oder kognitiven Beschwerden verbundenen Krankheitsbildern wird tDCS wissenschaftlich untersucht.

Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Indikation unterschiedlich ausgeprägt. Insbesondere bei neueren Anwendungsgebieten handelt es sich teilweise noch um wissenschaftlich untersuchte, aber nicht etablierte Behandlungsansätze.

Bei NeuroRegain Control kann tDCS nach individueller ärztlicher Prüfung auch im Bereich Peak Performance eingesetzt werden, insbesondere zur gezielten Unterstützung von Konzentration, Aufmerksamkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit bei gesunden Erwachsenen.

 

 

Der ärztliche Ansatz bei NeuroRegain Control

tDCS erfolgt nicht isoliert, sondern wird in eine neurologische Gesamteinschätzung eingebettet.

Vor einer möglichen Anwendung werden Beschwerden, neurologische Vorgeschichte, vorhandene Befunde, Begleiterkrankungen, Medikamente sowie mögliche Kontraindikationen berücksichtigt.

Auf dieser Grundlage wird ärztlich geprüft, ob eine tDCS-Anwendung im individuellen Fall medizinisch sinnvoll und vertretbar erscheint.

Stimulationsziel, Elektrodenposition, Stromstärke, Stimulationsdauer und Anzahl der Anwendungen werden nicht schematisch festgelegt, sondern richten sich nach der jeweiligen neurologischen Fragestellung und dem individuellen Behandlungsziel.

Die Einordnung erfolgt unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und relevanter medizinischer Empfehlungen.

Wie läuft eine tDCS-Sitzung ab?

  1. Persönliche neurologische Einordnung

  2. Prüfung von Indikation und möglichen Kontraindikationen

  3. Festlegung des individuellen Stimulationsziels und Protokolls

  4. Positionierung der Elektroden und Durchführung der tDCS

  5. Ärztliche Verlaufskontrolle und Anpassung des Vorgehens

Während der Stimulation bleibt die Patientin beziehungsweise der Patient ansprechbar.

Zu Beginn der Anwendung können vorübergehend leichte Hautempfindungen wie Kribbeln, Wärme oder ein leichtes Ziehen im Bereich der Elektroden auftreten.

Technische Ausstattung

Für die transkranielle Gleichstromstimulation steht ein tDCS-System von PlatoScience zur Verfügung.

Die Auswahl und Konfiguration eines Stimulationsprotokolls erfolgt auf Grundlage der neurologischen Fragestellung, der individuellen ärztlichen Beurteilung sowie der jeweils medizinisch und regulatorisch vertretbaren Anwendung.

Wichtig zu wissen

tDCS ist ein wissenschaftlich untersuchtes Verfahren der nicht-invasiven Neuromodulation. Die wissenschaftliche Evidenz und der klinische Stellenwert unterscheiden sich jedoch je nach Erkrankung und Behandlungsziel.

Die Entscheidung für eine Anwendung erfolgt deshalb ausschließlich nach individueller ärztlicher Prüfung. Eine tDCS-Behandlung ersetzt keine notwendige neurologische Diagnostik, medikamentöse Behandlung, Rehabilitation oder andere medizinisch erforderliche Maßnahmen.

Ein bestimmter therapeutischer Erfolg kann nicht garantiert werden.

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